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Therapie der Vitiligo

Die Vitiligo ist eine entzündliche Hauterkrankung, die durch fortschreitende lokale oder disseminierte Depigmentierung gekennzeichnet ist. Etwa 0,38-0,46% der Allgemeinbevölkerung sind von einer Vitiligo betroffen; in manchen Regionen bis zu 10%. Ziel der Behandlung der Vitiligo ist unmittelbar die Unterbindung der Depigmentierung und langfristig die Einleitung einer langanhaltenden und kompletten Repigmentierung. Verschiedene Therapieansätze stehen hierzu zur Verfügung; insbesondere die Phototherapie (Behandlung mit UV-Licht) gehört zu den am häufigsten eingesetzten und erfolgversprechenden Therapien: Eingesetzt werden: UVB311nm- Schmalspektrum-Phototherapie oder Photochemotherapie (PUVA, KUVA) oft in Kombination mit topischen Steroiden oder Vit D-Analoga.

Weitere herkömmliche Therapien dürften Ihnen wohl bekannt sein.
Für Informationen können Sie auch den Deutschen Vitiligoverein kontaktieren: www.vitiligo-verein.de

Zu den neueren empfohlenen Phototherapien, bei denen meist Schmalspektrum UV-B Strahlung zur Anwendung kommt, gehören der:

  • Excimer-Laser (Xenon-Chlorid Excimer-Laser monochromatisches Licht: 308nm). Dieser ist für kleine Flächen geeignet, aber gut wirksam (Baltas et al, 2002). Aufgrund der höheren lokal applizierbaren Dosis erfolgt eine bessere und schnellere Repigmentierung, als bei herkömmlichen UV-Therapien (Spencer et al, 2002).
  • BIOSKIN Micro-Phototherapie (fokussierter Strahl von Schmalspektrum UVB). Ebenfalls geeignet für Vitiligo, die weniger als 30% der Körperoberfläche betrifft. (Menchini et al, 2003).
  • B-Clear: Ein Blitzlampengerät mit einer Wellenlänge von 290-320nm. Aufgrund seiner Wellenlänge ist es ähnlich wie der Excimer Laser zur Behandlung kleinerer Flächen bei Vitiligo geeignet.
  • Helium Neon Laser (energiearm, 632,8nm). Der postulierte Effekt (wie in vitro gezeigt) besteht aus einer Stimulation der Melanozyten sowie verbesserter Migration und Proliferation durch Ausschüttung mitogener Faktoren und dadurch Veränderung des Mikromilieus, mit dem Resultat einer verbesserten Repigmentierung (Yu et al, 2003). Klinische Studien stehen noch aus.

Die Therapie verläuft so, dass man nur die befallenen Hautareale belichtet. Die Behandlung erfolgt 3 x pro Woche; Effekte sind nach ca.15 – 20 Behandlungen sichtbar. Grundsätzlicher Vorteil dieser neuartigen Therapie ist, dass nur die befallene Haut bestrahlt wird und die gesunde umgebende Haut nicht mit den UV-B-Strahlen belastet wird. Besonders bei der Vitiligo ist dies von Vorteil, weil eine Verstärkung des Kontrastes zwischen der umgebenden gesunden Haut und der nicht pigmentierten befallenen Haut vermieden wird.

Die Nebenwirkungen sind die gleichen wie bei den üblichen UV-B-Therapien: Rötung bis zur Blasenbildung bei Überdosierung sowie ungleichmäßige Pigmentierung der befallenen Hautareale. In seltenen Fällen kann eine Vitiligo durch eine zu starke Reizung auch angestoßen/verschlechtert werden (Köbner-Effekt).


Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft e.V.
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