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Tipps für kosmetische/lasertherapeutische Eingriffe

Vor dem Eingriff:

  • Holen Sie mehrere Meinungen ein (Ärzte/Freunde)
  • Informieren sie sich bei entsprechenden Gesellschaften wie bei zum Beispiel der deutschen dermatologischen Lasergesellschaft (DDL) unter www.ddl.de oder der deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie www.dgaepc.de über entsprechend erfahrene Kollegen.
  • Nutzen Sie das Medium Internet zur Information
  • Besprechen Sie Ihr Problem mit Ihnen sehr nahe stehenden Personen.
  • Überlegen Sie sich, was Sie am meisten an Ihrem äußeren stört.
  • Besprechen Sie Ihre Probleme und Fragen mit Ihrem Arzt.
  • Erledigen Sie alle Einkäufe für mehrere Tage.
  • Tragen Sie am Tag des Eingriffs bequeme Kleidung und nehmen Sie sich nicht viel vor.
  • Ihr Arzt sollte Ihnen eine ungefähre „Ausfallzeit“ nennen können!
  • Befolgen Sie alle zusätzlich gegebenen Informationen oder Therapieanweisungen
  • Eine gesunde Ernährung, eine ausreichende Trinkmenge (ca. 1,5 – 2 Liter pro Tag) sowie eine Nikotinkarenz von mindestens 2 Wochen vor dem Eingriff sind wichtige Voraussetzungen für den Behandlungserfolg.
  • Bei den meisten Lasereingriffen ist eine vorgeschaltete Sonnenkarenz (auch das Sonnenstudio muss gemieden werden) über 1 Monat sinnvoll.
  •  Meiden Sie über 7-10 Tage blutverdünnende Medikamente (Acetylsalicylsäure, Marcumar und Diclofenac)

Zum Eingriff:

  • Am Tag des Eingriffs müssen Sie die Behandlungsareale gründlich waschen (am besten mit einer ph-neutralen oder leicht sauren Seife z.B. Dermowas oder Sebamed Seifenstück)
  • Tragen Sie keine Kosmetika oder Salben auf.
  • Nehmen Sie eine Begleitperson mit, die Sie ggf. nach Hause bringen kann.
  • Befolgen Sie die Ihnen gegebenen Vorschriften für den Eingriffstag und bringen Sie alle notwendigen Aufklärungen/Einverständnisse mit, falls dieses nicht im Vorfeld schon geschehen ist.
  • Stellen Sie offene Fragen und schreiben Sie sich diese ggf. auf
  • Versuchen Sie, eine kleine Malzeit einzunehmen (außer bei Vollnarkosen)

Nach dem Eingriff:

  • Nehmen Sie die vom Arzt verordneten Medikamente zur Vermeidung von Infektionen (Antibiotika und Antivirusmedikamete) – in der Regel für maximal 5-7 Tage
  • Tragen Sie Lokalpräparate gewissenhaft auf. Sollte es nach Anwendung der Präparate zu langanhaltendem Brennen kommen, so suchen Sie Ihren Arzt auf.
  • Befolgen Sie alle vom Arzt gegebenen Anweisungen.
  • Lassen Sie die Verbandswechsel genau nach Anweisung durchführen. Hier unterscheiden sich die Verbände zwischen den einzelnen Eingriffen stark. Bei manchen Lasereingriffen oder bei Therapie mit Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin A (Botox) werden keine Verbände benötigt. Andere Eingriffe wie zum Beispiel eine Ganzgesichtslaserbehandlung mit dem CO2-Laser erfordern eine über einwöchige Verbandsphase mit transparenten/semipermeablen Folien und begleitende Salbentherapie. Alle diese Punkte wird Ihnen Ihr behandelnder Arzt nennen. Meist werden Verbandswechsel bei Ihrem Arzt durch geschultes Personal durchgeführt.
  • Nach vielen Lasereingriffen ist die Haut stark gerötet, geschwollen, verkrustet oder es kommt zu einer Wundexsudation (Flüssigkeitsabsonderung). Begleitend kann ein Brennen und ein Spannungsgefühl auftreten. Dieses lässt sich durch Gaben von 500mg Paracetamol 1-3x tgl. in den meisten Fällen behandeln. Eine bestehende Allergie gegenüber Paracetamol darf nicht vorliegen!
  • Vor allem am ersten Tag sollten Sie die Haut gut kühlen. Hierfür sind insbesondere Coolpacks oder Kühlmasken geeignet, die allerdings nie direkt auf die Haut gelegt werden sollten (mit Geschirrtrockentuch o.ä. umwickeln).
  • Lagern sie bei Behandlungen im Kopfbereich den Kopf für 1-2 Tage hoch. So können unangenehme Schwellungen reduziert werden.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung oder Saunabesuche in den ersten 14 Tagen nach der Behandlung.
  • Trinken Sie viel und ernähren Sie sich gesund und vitaminreich.
  • Sollten Sie zunehmende Beschwerden wie Fieber, Infektion oder Schmerzen entwickeln, so suchen Sie möglichst rasch Ihren behandelnden Arzt auf. Neben bakteriellen und viralen Infektionen sind auch Pilzinfektionen möglich. Diese sind bei „gelaserter“ Haut schwerer zu erkennen. Eine Herpesinfektion zeigt sich häufig durch starkes Brennen und kreisrunde Erosionen an. Hier muss schnellstmöglich behandelt werden.
  • Meiden Sie enganliegende Kleidung die im behandelten Bereich scheuern könnte.
  • Nehmen Sie alle Nachsorgetermine wahr. Nur eine rechtzeitige Erkennung von Problemen durch einen erfahrenen Arzt führt zu einer schnellen Problembeseitigung.
  • Besonders wichtig!
  • Rauchen sie über mindestens 2 Wochen nicht oder so wenig wie möglich. Nikotin beeinträchtigt die Durchblutung und damit die Wundheilung. Gerade in den ersten Wochen ist dieser Faktor für ein gutes Endergebnis entscheidend. Rauchen ist eine der häufigsten Komplikationsursachen.
  • Meiden Sie je nach Eingriff über 2-6 Monate direkte Sonnenbestrahlung und Solarienbesuche. Sonneneinwirkung ist für viele auch dauerhaft bleibende Pigmentierungsstörungen (Hautverfärbungen) verantwortlich. Ein Sonnenschutz und das Auftragen eines hochwirksamen Lichtschutzfaktors mit Filtern im UVA und UVB Bereich 30 Minuten vor Sonnenexpositionen hilft Ihnen, solche Komplikationen zu vermeiden.
  • Holen Sie sich ggf. eine zweite Meinung ein, wenn Ihre Beschwerden anhalten.

Wenn Sie alle diese Anweisungen und Informationen beachten ist Ihr Eingriff in den allermeisten Fällen komplikationsarm.

Vor allen Eingriffen sollten Ihnen vorhandene Alternativen bekannt sein.

Häufig ist für gute Ergebnisse eine Kombination aus verschiedenen Verfahren notwendig. Hier lassen Sie sich am besten vom Arzt Ihres Vertrauens detailliert beraten.

Bei dieser Zusammenstellung handelt es sich um allgemeine Informationen. Ihr Arzt wird für Ihren speziellen Eingriff ein eingriffsbezogenes Informationsblatt bereithalten. Für kleine Eingriffe treffen viele von den genannten Punkten nicht zwingend zu. Häufig ist aber die Beachtung der Allgemeinmaßnahmen auch hier hilfreich.

Überarbeitet durch Dr. med. Nikolaus Seeber am 03.02.05

Tipps für kosmetische / lasertherapeutische Eingriffe.pdf (189 KB)


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